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ⓘ Kategorie:Wissenschaftsleugnung




                                               

Wissenschaftsleugnung

Wissenschaftsleugnung bezeichnet das gesellschaftliche Phänomen, dass wissenschaftlich unstrittiges Wissen durch bestimmte Personengruppen oder Organisationen abgelehnt oder rundheraus geleugnet wird. Im Deutschen hat sich bisher noch kein allgemein etablierter Begriff durchgesetzt; neben den englischsprachigen Begriffen und Wissenschaftsleugnung wird hier teilweise auch von Wissenschaftsverweigerung, Denialismus oder Leugnismus gesprochen. Die entsprechenden Personen werden im Deutschen u. a. als Wissenschaftsleugner bezeichnet. Unterschieden werden kann grob zwischen einer persönlichen A ...

                                               

Flache Erde

Die Vorstellung einer flachen Erde findet sich als mythologische Vorstellung in vielen frühen Kulturen. Die Erdoberfläche wird hierbei als flach und oft in Gestalt einer Scheibe gedacht. In gebildeten Kreisen gilt seit der Antike ein Modell des Globus oder der Erdkugel. Eratosthenes errechnete im 3. Jahrhundert v. Chr. nach präziser Erdmessung den Erdumfang. Der Globus als Erdmodell blieb seitdem die vorherrschende Lehrmeinung im europäischen Mittelalter und in der Neuzeit. Die im 19. Jahrhundert aufgekommene Legende, die mittelalterliche Christenheit habe an eine Erdscheibe geglaubt, wurd ...

                                               

Greenscamming

Greenscamming oder Greenscam bezeichnet eine PR-Technik, bei der umweltfreundlich klingende Namen und Bezeichnungen für Organisationen oder Produkte ausgewählt werden, die nicht umweltfreundlich sind. Sie ist verwandt mit dem Greenwashing und dem Greenspeak. Eine häufig angewandte Greenscamming-Methode besteht z. B. darin, dass sich Anti-Umwelt-Organisationen umweltfreundlich bzw. "grün" klingende Namen geben, die ein Interesse am Umweltschutz suggerieren, um die Öffentlichkeit über ihre wahren Absichten und Motive zu täuschen. Dieses Vorgehen entspricht der aggressiven Mimikry in der Biol ...

                                               

Impfgegnerschaft

Impfgegnerschaft bezeichnet generelle Ablehnung von Impfungen und unterscheidet sich von der Haltung etwa der Impfskeptiker. Die generelle Ablehnung wird unterschiedlich begründet. Sie ist beispielsweise religiös motiviert oder beruht auf der Angst vor Impfschäden. Andere grundsätzliche Impfgegner machen beispielsweise geltend, Impfungen beruhten auf einer Verschwörung, oder sie leugnen die Existenz oder zumindest Pathogenität von Viren. Die von grundsätzlichen Impfgegnern vorgebrachten medizinischen Argumente sind wissenschaftlich widerlegt, insofern handelt es sich um eine Form der Wisse ...

                                               

Konversionstherapie

Konversionstherapie oder auch "Reparativtherapie" wird eine Gruppe von umstrittenen Methoden der Psychotherapie genannt, welche die Abnahme homosexueller Neigungen und die Entwicklung heterosexueller Potenziale als Ziel postulieren. Sie wird auch Reorientierungstherapie genannt und von verschiedenen Gruppen der überwiegend evangelikal geprägten Ex-Gay-Bewegung propagiert. Alle führenden internationalen psychiatrischen und psychologischen Fachgesellschaften lehnen solche Behandlungsversuche ab, da sie im Widerspruch zu den heute in Psychiatrie und Psychologie etablierten Auffassungen von Ho ...

                                               

Merchants of Doubt

Merchants of Doubt, ist ein 2010 in Englisch erschienenes Sachbuch der amerikanischen Wissenschaftshistoriker Naomi Oreskes und Erik M. Conway, das die organisierte Wissenschaftsleugnung zum Thema hat. Es wurde in mehrere Sprachen übersetzt, seit 2014 ist es auch auf Deutsch unter dem Titel Die Machiavellis der Wissenschaft: Das Netzwerk des Leugnens erhältlich. Das Buch zeigt auf, wie sich in den vergangenen Jahrzehnten wieder und wieder Wissenschaftler wie beispielsweise Fred Seitz und Fred Singer mit konservativen Think Tanks und privaten Unternehmen zusammenschlossen, um den wissenscha ...

                                               

Negationismus

Als Negationismus wird vor allem in Frankreich, seltener auch in Großbritannien die Leugnung von Völkermorden bezeichnet. Der Historiker Henry Rousso prägte den Begriff 1987. Anders als der deutsche Begriff Holocaustleugnung bezieht er sich nicht nur auf das Bestreiten, Verharmlosen und Relativieren des Holocaust am europäischen Judentum, sondern auch auf das Abstreiten oder Minimieren anderer Völkermorde und Demozide. Aktuell ist vor allem die Leugnung des Völkermords an den Armeniern Gegenstand der Rechtsprechung und Strafverfolgung in einigen Staaten Europas, aber auch die Leugnung des ...

                                               

Verschwörungstheorien zur Mondlandung

Die Verschwörungstheorien zur Mondlandung gehen davon aus, dass die Mondlandungen in den Jahren 1969 bis 1972 nicht stattgefunden haben, sondern von der NASA und der US-amerikanischen Regierung vorgetäuscht worden seien. Die Verschwörungstheorien haben seit den 1970er-Jahren durch den Autor Bill Kaysing – sowie verstärkt wieder seit 2001 – Verbreitung gefunden.