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ⓘ Kategorie:Historische Quelle




                                               

Quelle (Geschichtswissenschaft)

Als Quelle bezeichnet man in der Geschichtswissenschaft – nach der vielzitierten Definition Paul Kirns – "alle Texte, Gegenstände oder Tatsachen, aus denen Kenntnis der Vergangenheit gewonnen werden kann". Für die Definition einer Quelle ist das Forschungsinteresse des jeweiligen Historikers entscheidend. Aus dieser und aus der inneren und äußeren Form der Quellen ergeben sich Möglichkeiten zur Einteilung von Quellen in Quellengattungen. Abgegrenzt werden die Quellen von der Sekundärliteratur, also der modernen Fachliteratur. Quellen dienen der Rekonstruktion historischer Sachverhalte und ...

                                               

Acta Murensia

Die Acta Murensia sind eine Chartularchronik in lateinischer Sprache, die um das Jahr 1160 von einem unbekannten Benediktinermönch verfasst wurde. Es handelt sich dabei um einen Bericht über die Gründung und die Entwicklung des Klosters Muri im heutigen Kanton Aargau in der Schweiz. Die Acta Murensia, die teilweise auf älteren undatierten Quellen beruhen, gelten als Hauptquelle für die Frühgeschichte der Habsburger, die das Kloster gestiftet hatten. Die Handschrift ist die einzige längere Aufzeichnung zur regionalen Geschichte des 11. und 12. Jahrhunderts im Schweizer Mittelland. Sie glied ...

                                               

Annales Sangallenses maiores

Die Annales Sangallenses maiores sind Annalen aus der Fürstabtei St. Gallen für die Zeit von 709 bis 1056, die für ihren älteren Teil auf den Annales Alamannici beruhen und dann selbständig weitergeführt wurden. Die älteste Überlieferung, im zehnten Jahrhundert begonnen, findet sich im Codex Sangallensis 915, einem Kapiteloffiziumsbuch, auf den Seiten 196 bis 236. Ergänzungen stehen in der Abschrift im zweitältesten Kapiteloffiziumsbuch, dem Cod. Sang. 453 aus dem zwölften Jahrhundert, S. 211–235. Im Anschluss an die Nachricht über den Tod Heinrichs III. im Jahr 1056, mit der die Annalen e ...

                                               

Archive von China und Tibet

Archive von China und Tibet ist ein tibetisches historisches Werk von dem Sakya-Mönch Tagtshang Dzongpa Peljor Sangpo alias Śrībhūtibhadra, das im Jahr 1434 fertiggestellt wurde. Vom literarischen Genre ähnelt es im Wesentlichen den "Roten Annalen", liefert aber ausführlichere Darstellungen historischer Ereignisse. Es enthält wichtige Informationen über die Geschichte Tibets und seiner Zehntausendschaften, die angrenzenden Regionen, insbesondere über die Sakya-Schule und ihre Beziehungen zur mongolischen Yuan-Dynastie, den Buddhismus, die Tibetische Medizin, Geschichte des Tees in Tibet so ...

                                               

Aus vergilbten Pergamenten

Aus vergilbten Pergamenten. Eine Folge von Tagebüchern, Briefen und Berichten aus der Napoleonischen Epoche ist eine von dem deutschen Schriftsteller Theodor Rehtwisch herausgegebene Buchreihe mit Zeitzeugenberichten aus der napoleonischen Epoche. Sie erschien in Leipzig im Verlag Georg Wigand 1910 bis 1912. Sie umfasst zwölf Bände. Der Herausgeber starb 1912 in Berlin.

                                               

Blaue Annalen

Der Autor Gö Lotsawa 1392–1481 vollendete das Werk im Jahr 1476. Der erste Blockdruck wurde schon Anfang der 1480er-Jahre hergestellt. Die englische Übersetzung, die der sowjetische Sinologe Ju. N. Rjorich mit Hilfe des tibetischen Gelehrten Gendün Chöpel erarbeitete, war eine Sensation für die westliche Tibetologie und ist bis heute ein Klassiker. Die chinesische Übersetzung von Guo Heqing entstand 1985 wahrscheinlich ohne Hilfe der englischen Fassung von Rjorich.