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ⓘ Oxyd



Oxyd
                                     

ⓘ Oxyd

Oxyd und sein Nachfolger Oxyd 2 können auch über Nullmodem, Modem oder die MIDI-Schnittstelle des Atari ST an zwei Computern gespielt werden. Ein Spieler steuert die schwarze Murmel, der andere eine weiße. Die beiden Spieler treten dabei nicht gegeneinander an, sondern lösen die Landschaften gemeinsam; darin gibt es in der Regel Spielelemente, die nur jeweils von der schwarzen oder weißen Murmel bedient werden können.

                                     

1. Entwicklungsgeschichte der Oxyd-Spielreihe

Oxyd war das erste Spiel von Schneiders Firma Dongleware GmbH. Es wurde als Shareware mit einer Beschränkung auf zwanzig der insgesamt zweihundert Landschaften frei vertrieben. Die für das Weiterspiel erforderlichen Freischaltcodes waren in einem für 60 DM erhältlichen Codebuch verzeichnet, das somit quasi als Dongle-Kopierschutz fungierte und daneben nützliche Spieltipps enthielt. Entwickelt wurde das Spiel zuerst mit Megamax Modula-2 auf Atari-ST-Systemen.

Oxyd 1990 und Oxyd 2 1991 waren auf dem ebenfalls von Schneider entwickelten, aber von Application Systems Heidelberg vertriebenen Esprit 1989 aufgebaut, boten aber neben dem Zwei-Spieler-Modus eine größere Anzahl an Spielelementen. 1992 wurde Oxyd mit geringfügigen Veränderungen unter dem Namen Oxyd General Edition für MS-DOS-, Amiga- und Macintosh-Computer portiert.

Oxyd magnum wurde 1993 für Atari ST, Amiga, Macintosh und MS-DOS veröffentlicht. Bei diesem Spiel wurde auf das Codebuch und den Zwei-Spieler-Modus verzichtet. Oxyd 2 erschien 1995 in einer neu programmierten und optisch überarbeiteten Version unter dem Namen Per.Oxyd für MS-DOS und Macintosh. Per.Oxyd bot einen zusätzlichen Spielmodus, in dem die Zwei-Spieler-Landschaften von einem Spieler allein gelöst werden konnten. Oxyd extra erschien 1996 für MS-DOS und Macintosh.

2002 wurde der Vertrieb der Oxyd-Spiele vom Dongleware Verlag eingestellt, die Serie wurde Abandonware.

                                     

2.1. Nachfolger Remake von Oxyd Extra

2005 gab es eine Neuauflage des zuvor für MS-DOS erschienenen Spieles Oxyd extra für Microsoft Windows. Diese von Jens Duttke in Zusammenarbeit mit Mad Data entwickelte und als Freeware veröffentlichte Version bietet neben zehn neuen Einzelspieler-Landschaften auch die Möglichkeit, Oxyd im lokalen Netzwerk mit zwei Computern zu spielen.

                                     

2.2. Nachfolger Open-Source-Neuauflage "Enigma"

Eine spieltechnisch identische Open-Source-Version von Oxyd wurde unter GNU General Public License GPL als Enigma veröffentlicht. Enigma kann als Besonderheit die Landschaftsdaten der Originalversionen von Oxyd, Per.Oxyd, Oxyd magnum und Oxyd extra direkt verarbeiten und einen Großteil der Levels auch funktionell richtig wiedergeben. Darüber hinaus bietet Enigma die Möglichkeit, eigene Landschaften in der Skriptsprache Lua zu verfassen. So sind mittlerweile für Enigma über 1000 Landschaften unterschiedlicher Komplexität entstanden. Eine Besonderheit nehmen dabei jene Levels ein, die dem Spiel Sokoban nachempfunden sind. Dabei wird dem Spieler auch eine Menge Feingefühl in der Steuerung abverlangt. Enigma bietet noch keinen echten Zweispielermodus über das Netzwerk. Seit November 2011 ist eine inoffizielle Portierung von Enigma für Android verfügbar, bei der die Kugel mittels Neigungssensoren gesteuert wird.

                                     

2.3. Nachfolger Browser-Version

Auf der Gamescom 2017 hat der Oxyd-Erfinder Meinolf Amekudzi bekannt gegeben, dass er dabei ist, seinen Klassiker für den Webbrowser zu entwickeln. Geplant sind neben den alten Level unter anderem ein Multiplayer-Modus womöglich für bis zu 8 Spieler gleichzeitig. Des Weiteren soll es einen Level-Editor geben. Amekudzi will dieses Spiel komplett kostenlos anbieten. Es sollte laut Amekudzi noch 2017 erscheinen.

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