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ⓘ Itinerarium Burdigalense




Itinerarium Burdigalense
                                     

ⓘ Itinerarium Burdigalense

Das Itinerarium Burdigalense ist das älteste bekannte Handbuch einer Pilgerreise in das Heilige Land. Es wurde von einem anonymen christlichen Pilger aus Burdigala, dem heutigen Bordeaux, anlässlich einer Reise in den Jahren 333–334 verfasst.

                                     

1. Autor und Text

Seine Reiseroute nach Jerusalem führte über den Landweg, durch Norditalien, das Donautal bis Konstantinopel, dann durch Kleinasien und Syrien bis ins Heilige Land. Dort besuchte er unter anderem Jerusalem, Jericho, das Tote Meer, Betlehem und Hebron. Die Rückreise führte über Makedonien, Otranto und Rom bis nach Mailand. Dort endet das Itinerar. Ob der Pilger nach Bordeaux zurückkehrte, ist nicht verzeichnet.

Das Itinerar enthält eine Zusammenstellung der Städte, Pferdewechselstationen mutationes und Herbergen mansiones und der Entfernungen zwischen den einzelnen Etappen. Aus den Entfernungsangaben und den Beschreibungen lässt sich schließen, dass der Pilger insgesamt etwa 10.000 Kilometer zurücklegte und 20 Provinzen durchquerte. Allein für die Strecke zwischen Konstantinopel und Jerusalem brauchte er für den Hin- und Rückweg jeweils zwei Monate.

Über den Pilger ist sonst nichts bekannt. Es könnte sich um einen Verwaltungsbeamten oder eine der Verwaltung nahestehende Person handeln, die das staatliche Beförderungssystem, den cursus publicus, benutzte. Die Forschung geht in der Regel von einem männlichen Autor aus, doch ist nicht ausgeschlossen, dass es sich um eine Frau handelte vgl. den Reisebericht der Egeria.

                                     

2. Ausgaben und Übersetzungen

  • mit geringfügigen Verbesserungen erneut abgedruckt in Itineraria et alia geographica = Corpus Christianorum, Series Latina Band 175. Brepols, Turnhout 1965, S. 1–26.
  • Paul Geyer: Itinera hierosolymitana saecvli IIII–VIII = Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum Band 39. Tempsky, Wien 1898, S. 1–33 Textausgabe, Digitalisat.
  • Herbert Donner: Pilgerfahrt ins Heilige Land. Die ältesten Berichte christlicher Palästinapilger 4.–7. Jahrhundert. Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1979, ISBN 3-460-31841-4, S. 36–68 deutsche Übersetzung und Kommentar.
  • Kai Brodersen: Aetheria/Egeria, Reise in das Heilige Land. Lateinisch/deutsch Sammlung Tusculum. De Gruyter, Berlin und Boston 2016. ISBN 978-3-11-051811-5 enthält zweisprachige Ausgabe des Itinierarium Burdigalense.
  • Otto Cuntz: Itineraria Romana Band 1 Itineraria Antonini Augusti et Burdigalense, Teubner, Leipzig 1929, S. 86–102 Textausgabe
                                     
  • römischen Itinerarien erwähnt, beispielsweise im Itinerarium Antonini und dem Itinerarium Burdigalense Das Gebäude wurde 2006 restauriert. Commons: Kurtkulağı
  • Das Itinerarium Antonini vollständig Itinerarium provinciarum Antonini Augusti ist ein Verzeichnis der wichtigsten römischen ReichsstraSen, das auch
  • Ort vermutlich mit dem antiken Aliassos identisch, das 334 im Itinerarium Burdigalense erwähnt wird. Im Westen des Ortes befindet sich die Kirche von
  • Provinzen Europas, Asiens und Afrikas aus dem 3. Jahrhundert das Itinerarium Burdigalense oder Hierosolymitanum 333 334 von einem christlichen Pilger
  • Monument historique mittelalterliche Brücke Mutatio Darentiaca des Itinerarium Burdigalense Burgruine Temple de Pontaix an der Drôme Burgruine Die Weinreben
  • Peutingeriana, mit Pozantı gleichgesetzt werden kann, ist umstritten Das Itinerarium Burdigalense hat mansio Opodando. Die Araber nannten die Stadt El Bedendum
  • Jerusalem und hält seine Wegstrecke in einem Reisehandbuch, dem Itinerarium Burdigalense fest. Es handelt sich dabei um die älteste bis heute überlieferte
  • Constantinopolis. Wegpunkte von Mursa nach Konstantinopel laut Itinerarium Burdigalense 333 334 ciuitas mursa, mutatio leutuoano, ciuitas cibalis, mutatio
  • Pilgers über den Weg nach Jerusalem stammen aus dem Jahr 333: im Itinerarium Burdigalense schilderte ein Pilger aus Burdigala, dem heutigen Bordeaux seinen
  • Andererseits wird beispielsweise in dem zwischen 333 und 334 entstandenen Itinerarium Burdigalense auch von der zwischen Jerusalem und Bethlehem liegenden VerbindungsstraSe
  • 4ff. Cassius Dio 67, 14, 1 Statius, Silvae 4, 3. Itinerarium Antonini p. 108 Itinerarium Burdigalense vel Hierosolymitanum p. 611 Tabula Peutingeriana