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ⓘ Morphometrie




Morphometrie
                                     

ⓘ Morphometrie

Morphometrie befasst sich mit der Charakterisierung der Form von Objekten durch quantifizierbare Maßzahlen. Der Begriff findet sich als Fachwort in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen, in denen der Terminus "Morphologie", also die Lehre von Form und Gestalt, eine Rolle spielt. Die Morphometrie beinhaltet dabei die Ausmessung dieser Form und Gestalt.

                                     

1. Biologie

In der Biologie bediente man sich lange Zeit einfacher Streckenmessungen zur Erfassung der Morphologie von Lebewesen. Derlei Strecken sind sowohl für die Beschreibung und Bestimmung von Lebewesen als auch für unterschiedlichste Analysen z. B. Allometrie von Bedeutung. Eine mit dem Einzug der Computertechnik möglich gewordene, daran anknüpfende Methode ist die Geometrische Morphometrie. Bei dieser Methode wird eine Vielzahl von Messpunkten sogenannten landmarks am zu untersuchenden Objekt platziert, um die Gestalt des Objekts in seiner Gesamtheit zu erfassen. Dabei sind sowohl zweidimensionale Analysen z. B. auf der Basis von digitalen Fotos als auch dreidimensionale Untersuchungen z. B. auf der Basis von CT-Daten oder mit einem Microscribe gewonnenen landmarks möglich. Anschließend lässt sich die über landmarks erfasste Gestalt von einzelnen Individuengruppen über statistische Verfahren vergleichen oder getrennt untersuchen. Paläoanthropologen beispielsweise analysieren mit Hilfe der geometrischen Morphometrie den Verwandtschaftsgrad von menschlichen Vorfahren. In der Neurobiologie existiert als bildgebendes Verfahren die sogenannte Voxel-basierte Morphometrie VBM.